Pfotensalbe für Hunde selber machen

Ari schaut beim Auftragen der Pfotensalbe noch sehr skeptisch ...
Ari schaut beim Auftragen der Pfotensalbe noch sehr skeptisch ...

Welcher Hundebesitzer kennt das nicht: Bei ganz bestimmten Schneeverhältnissen bilden sich zwischen den Zehen, sogar unter den Achseln oder zwischen den Hinterbeinen der Vierbeiner "bösartige" Schneebälle im Fell, die genauso lästig und schwer entfernbar wie Kletten sind. Weil ich auch im Fachhandel nicht auf eine mir passend erscheinende Salbe gestoßen bin, habe ich etwas recherchiert und experimentiert, um mir schließlich selbst eine "Winter-Wanderhund-Pfotensalbe" zu zaubern ...

Und so geht's:

 

Man braucht dazu etwa

  • 100 gr Schmalz (ich habe Butterschmalz verwendet)
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 24 gr Bienenwachs

Das Bienenwachs habe ich von einem befreundeten Imker bekommen, wenn Ihr keinen Imker kennt, werdet ihr sicher auch im Reformhaus fündig. Den Rest hatte ich zuhause.

 

Alle Zutaten habe ich in einen Glastopf gefüllt und ganz langsam im Wasserbad erwärmt. Wenn sich alle drei Zutaten schön vermischt haben und eine einheitliche Flüssigkeit entstanden ist, füllt man diese ab. Mein Rezept hat für zwei ausgewaschene Creme-Tiegel gereicht.

 

Die Salbe riecht sehr angenehm und hat vor allem einen Vorteil: Alle Zutaten sind "bio" und essbar! "Mein Wanderhund" Ari hasst es nämlich, die Pfoten eingecremt zu bekommen und würde am Liebsten alles wegschlabbern – da brauche ich mir also keinen Sorgen machen.

 

Im nächsten Winter werde ich allerdings den Anteil des Bienenwachses reduzieren, denn die Salbe ist fast zu hart geworden, um sie richtig schön auftragen zu können. Dafür hält sie aber wirklich sehr lange an den Pfoten: Letztens waren wir vier Stunden in Schnee und auf etwas angetauten Wegen unterwegs, und ich konnte nach der Tour noch Reste der Salbe am Fell erkennen.

 

Schneeklumpen hatte Ari keine mehr – wir haben mehrere Schnee-Touren mit der Salbe probiert – allerdings war es auch kein richtiger Pulverschnee mehr. Da ich aber selbst an meinen Händen gemerkt habe, wie wasserabstoßend die "Winter-Pfotensalbe" ist, bin ich überzeugt, dass sie gut funktioniert.

 

Trotzdem würde ich (neben diesem Blogeintrag) noch folgende Tipps beachten:

  • Haare zwischen den Zehen kürzen, um dem Schnee wenig "Angriffsfläche" zu bieten
  • Salbe nicht zuhause, sondern direkt vor dem Losgehen auftragen, dann hat der Hund auch wenig Gelegenheit, sie abzuschlecken
  • Ich hätte Bedenken bei Salben oder Sprays, die auf Silikon- oder Mineralölbasis oder mit künstlichen Zusätzen  hergestellt werden – eben wegen der Abschleckerei
  • Falls es sehr kalt ist, die Salbe irgendwie warm halten - sonst ist sie schlechter auftragbar

Falls Ihr die Salbe nachzaubert: Würde mich über Eure Erfahrungen freuen :-)

 

Viel Spaß im Schnee!

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Kommentare: 1
  • #1

    Lucy Boerner (Dienstag, 03 Januar 2017 12:14)

    Hallo, das finde ich mal eine tolle Idee mit dem Selbermach - Rezept ! Werde es gleich nachdem ich Schmalz und Bienenwachs besorgt habe, ausprobieren ... Bis jetzt habe ich immer Zink- oder Lebertransalbe genommen, das mögen meine wuffis nämlich auch nicht und die sind ja auch sehr fetthaltig. Weiterhin alles Gute für die Hunde und Frauchen und viel Spaß bei den Spaziergängen !!!