Prachtvolle Herbstwanderung mit Hund

Keinen Bock mehr auf Nebel und Lust auf eine wunderschöne Herbstwanderung? Jede Menge beeindruckende Ausblicke erwarten euch, wenn ihr die Wanderung zur Stoibenmöseralm in Angriff nehmt. Die Vierbeiner dürfen dabei allerdings keine Probleme mit Treppen und hohen Sprüngen haben – teils ist der Weg auch ein wenig ausgesetzt. 

Mitten in Reit im Winkl, am Festsaal, startet der zertifizierte Premium-Wanderweg „Chiemseeblick“, der super ausgeschildert ist und dem wir auf dieser Hundewanderung folgen werden. Ein kurzes Stück folgt der Wanderer asphaltierten Straßen durch die gemütlich wirkenden Häuser, um am Glapfhof (hier Hundetoiletten-Station) vorbei in den spannenden Wetterkreuzweg (Wanderweg Nr. 31) einzubiegen. In eng gewundenen Serpentinen schlängelt sich der schmale Steig malerisch an einem kleinen Bächlein entlang steil nach oben in ruhigere Gefilde. Der lichte Mischwald gibt immer wieder Blicke ins Reit im Winkler Tal, auf gegenüberliegende Gipfel und das Massiv des Kaisergebirges frei.

An teils versicherten Passagen entlang führt der Weg weiter Richtung Wetterkreuz (1061 m), das schließlich über Holztritte, einen kurzen Steg aus Planken und Holzstufen erreicht wird. Es ist einer der schönsten Ausblicke, die Reit im Winkl zu bieten hat, und so gönnen wir uns  auf den Holzbänken unter dem Wetterkreuz auf alle Fälle immer die erste Verschnaufpause mit Blick auf Kaiser, Steinberge und Hohe Tauren.

Über die Stufen geht es zunächst auch wieder zurück und dann links weiter auf einem gemütlichen Wald-Wanderpfad. Dieser führt später links ab, idyllisch an einem Bach entlang und den Lederergraben kreuzend zur Hutzen-Alm (990 m). Hier gibt es die besten Kaspressknödel und den besten Kaiserschmarren weit und breit – zubereitet ganz rustikal in schweren Eisenpfannen auf einem Holzofen. Wem die Tagestour zu lang ist, der kann hier von der Hutzenalm auch wieder absteigen – und zwar ganz entspannt über die geteerte Straße, die bergab führt.

Sensationeller Ausblick und leckere Brotzeit

Man kann sich gar nicht genug satt sehen an dem sensationellem Ausblick, der sich vor allem rechts oberhalb der Alm auf einer Kuppe bietet. Hier befindet sich ein hervorragender Aussichtspunkt mit Holzbänken, die zum Verweilen einladen. Unten auf der Alm gibt es bayerische Gemütlichkeit mit almtypische Brotzeiten. Wirtsfamilie Klauser, die in der vierten Generationen die Alm bewirtschaftet, legt besonderen Wert auf selbst hergestellte Speisen. Besondere Schmankerl sind Biobauernbrot aus dem hauseigenen Steinofen und würziges, schmackhaftes Griebenschmalz.



Nach dieser lohnenden Einkehr führt der Weg hinter der Alm zum nächsten Ziel, dem Aussichtspunkt „Tauern- und Chiemseeblick“, der großartige Tiefblicke zulässt. Der Abstieg – mit Chiemsee im Blickfeld – führt von dort über einen steilen, aber breiten und gut befestigten Almweg.

Abwärts wirds noch mal spannend: Steig mit Drahtseilversicherungen

Oberhalb der Hutzen-Alm, deren Almgelände wir nun nun wieder erreichen, geht es links über Almwiesen, Forststraßen und wahnsinnig idyllische Waldpfade mit irren Lichtspielen im Abendlicht über den Lederergraben  zur idyllischen Liebberg-Forsthütte und zum Gelände der Glapfalm weiter.

 

Etwa 25 Minuten nach der Glapfalm zweigt der Weg von der Forststraße rechts ab in einen Steig Richtung Hausbachfall. Mit Blick auf Reit im Winkl und die Steinplatte geht es über den Hausbach und dann steil rechts an ihm entlang über einen seit 100 Jahren bestehenden, interessanten Wanderweg.

 

Über teils in Fels gehauene Stufen und Treppen zieht sich der alpin zu bezeichnende Weg, der mit Drahtseilen versichert ist, durch die Schlucht abwärts. Gegenüber, auf der anderen Seite des Hausbachfalls, kann man den ersten Klettersteig des Chiemgaus sehen, den „Hausbachfall Klettersteig“.

Am Ende der Schlucht, unterhalb des Wasserfalls, thront die Kriegerkapelle. Sie ist den in den Weltkriegen gefallenen Reit im Winklern gewidmet. Von der Kriegerkapelle geht es über den Kirchplatz durch das Dorf wieder zurück zum Ausgangspunkt.


Tipps für die  Wanderung mit Hund:

Allgemeine Hinweise:

 

Länge der Tour: 12 km

Höhenmeter: 790 Hm

Dauer (durchschnittlich): 6,40 h

Bewertung: Mensch: rot

Einkehr: Hutzenalm, Stoibenmöseralm, Glapfhof

 

Strecke: Festsaal Reit im Winkl (P) – Glapfhof – Wetterkreuz – Hutzenalm – Stoibenmöseralm – Ausblick "Tauernblick und Chiemseeblick" – Liebberg-Forsthütte  – Wasserfallsteig – Kriegerkapelle – Ausgangspunkt

 

Weitere Infos:

 

GPS usw.

 

Mein Blogbeitrag über die Stoibenmöseralm und ihre Besonderheiten

 

 

Hundespezifische Hinweise:

 

Bewertung: Hund: rot


Wasser: gibt es auf der Strecke:

- am Bach beim Wetterkreuzweg

- Lederergraben vor der Hutzenalm

- Talbach, Hausbachfall


Hundekotstation: Beim Aufstieg an der Birnbacherstraße, Nähe Hotel Glapfhof

 

Weitere Infos: Wandern mit Hund Reit im Winkl

 

"Hotspots" für Hunde:

– schmaler Holzsteg zum Wetterkreuz

– Treppe kurz vor der Stoibenmöseralm: Aus Holz, sehr steil, durchsichtige Holzstufen

– Viele Treppen und Stufen auf der gesmaten Strecke

– steiler Steig mit Steintreppen beim Abstieg, ausgesetzt



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Kommentare: 6
  • #1

    Michael (Freitag, 23 Oktober 2015 20:55)

    Hallo Andrea,
    die Wanderung hört sich total spannend an. Wie sichert ihr euren Hund an den kniffeligen Stellen? Wir waren mit unserem Australian Shepherd im August auf dem Venediger Höhenweg und haben letztendlich an einer schweren Stelle abbrechen müssen.
    Viele liebe Grüße
    Michael

  • #2

    Andrea (Samstag, 24 Oktober 2015 09:37)

    Hi Michael,

    also bei dieser Wanderung ist keine spezielle Sicherung nötig. Ein bergerfahrener und gut erzogener Hund packt das auf alle Fälle, ich persönlich würde nur beim Runtergehen am Steig besonders aufpassen, meiner neigt ja dazu, kopflos beragab zu laufen, wenn er grad lustig drauf ist. Aber mehr als eine Leine (befestigt an einem Geschirr) brauchst hier nicht.
    Grundsätzlich versuche ich, solche Stuationen wie du am Venediger Höhenweg bescheibst, im Vorfeld mit locals abzusprechen. Also ich frage nach, was mit Hund geht, was nicht und ob man die Stellen evtl. umgehen kann. An manchen Stellen nehmen wir dann Seil, Karabiner und abseilfähiges Geschirr (müssen natürlich technisch dafür gemacht sein) mit. Mit 30 Kilo ist mein Aussi für mich leider auch zu schwer, um an solchen Stellen "mal kurz" geschultert zu werden ;-)
    Eigentlich wäre das Thema für einen eigenen Blogeintrag ;-)
    Liebe Grüße, Andrea

  • #3

    Franzi (Dienstag, 15 Dezember 2015 09:14)

    Das klingt nach einer schönen Tour, die ganz nach unserem Geschmack ist! Und die tollen Bilder tun das Übrige!

    LG aus Sachsen

  • #4

    Andrea (Donnerstag, 17 Dezember 2015 17:25)

    Ihr müsst einfach mal hier in der Nähe Urlaub machen - dann zeig ich euch meine Lieblingstouren :-)

    LG aus Bayern ;-)

  • #5

    Andrea B. (Sonntag, 27 Dezember 2015 23:50)

    Wir sind die Runde heute (27.12.2015) gegangen. Eigentlich steht beim Glapfhof aufwärts und auch am Abstieg durch das Hausbachtal/ Wasserfallsteig ein Sperrschild. Allerdings anscheinend nur aus rechtlichen Gründen, denn der Weg war in einem guten Zustand und ohne Probleme zu begehen. Einzig die Übertritte über die Weidezäune im oberen Wegverlauf waren etwas unangenehm, da die Drahtlitzen abgenommen waren und auf den Holztritten auflagen. Da mussten wir sehr auf die Pfoten unserer Hündin achten. Ansonsten eine herrliche Tour mit tollen Ausblicken und in dieser Jahreszeit angenehm ruhig. Danke für die Beschreibung!

  • #6

    Andrea Obele / mein-wanderhund.de (Montag, 28 Dezember 2015 08:23)

    Ich denke, die Sperrschilder stehen "in Vorbereitung" auf den Winter dort - wegen Sturzgefahr/Eis. Auch die Drahtlitzen werden üblicherweise wegen der Schneelast abgenommen und im Frühjahr wieder befestigt, damit sie nicht über den Winter Schaden nehmen. Freut mich, dass euch die Tour gefallen hat :-)