Burghausen: Hundewanderungen, die Kultur und Natur verbinden

Wandern mit hund; Burghausen, mein Wanderhund; Längste Burg der Welt,

Robin genießt seinen Spaziergang - wir die Aussicht auf die längste Burg der Welt. Noch weitere drei Hunderunden bieten in Burghausen viel für Hund und Besitzer.

Burghausen ist unsere Heimat und hier sind wir auch gerne mit dem Hund unterwegs. Mal weiter wandernd, mal auf Stadtspaziergängen. Im Rahmen eines Flyers für Hundebesitzer, dem Burghauser Hunde-Knigge, durften wir drei der schönsten Burghauser Hunde-Runden vorstellen, die sowohl für den Hund, als auch für den Besitzer einiges zu bieten haben. Als Draufgabe habe ich hier noch eine vierte Runde in petto...

1. Burghauser Wöhrseerunde unter der längsten Burg der Welt

Die Runde vom Finanzamtparkplatz rund um den Wöhrsee und das Bergerhofgelände mit Pulverturm ist ein wunderbares Naturerlebnis. Neben extralangen Panoramaussichten auf die Burganlage und den smaragdgrünen Wöhrsee lockt mit einem klaren Bach und der Kneippanlage auch Erfrischung für Hund und Herrn.

Start der Runde ist der Finanzamtparkplatz, von dessen Ende aus man der Asphaltstraße Richtung Sportplatz (Kottütenspender) und Schrebergärten folgt. Aufpassen: Gegenüber der Schrebergärten liegt eine Schafweide. An der ersten Abzweigung - nachdem man die ersten Blicke auf die imposante Burganlage und die Blütenwiese des Bee-Wild-Projektes genossen hat, hält man sich links und spaziert über eine kleine Brücke. Hier kann man seinen Hund in den klaren, kalten Wöhrbach springen lassen. Nach der Brücke geht es rechts weiter, vorbei an der Kneippanlage und einem kleinen Weiher.

 

An einer Gabelung, an der der rechte Weg wieder über eine Brücke führt und der Wöhrsee beginnt (Achtung: Schwäne und Enten leben hier) geht man mittig weiter und hält sich beim nächsten Abzweig rechts. Nun geht es zwischen Burghang und Ufer des Wöhrsees entlang. Am Felsen gibt es noch einen Wasserzugang für Hunde. Weiter zieht sich der Weg an einer Ziegenweide, dem Wöhrseebad und am Burghauser Weinberg entlang.

 

Am Ende des Wöhrseebades hält man sich wieder rechts und wandert durch den spannenden Wehrgang, der zum Pulverturm führt. Hier geht’s rechts haltend auf einem weichen, engeren und schattigen Spazierpfad ganz eng am Wöhrseeufer entlang. Von hier hat der Spaziegränger grandiose Panoramablicke auf die Burg oberhalb des smaragdgrünen Sees.

Man hält sich bis zum Ende des Sees auf dieser Seite. Auf Höhe der ersten Brücke befindet sich links ein Barfußpfad im Wald, der nicht nur den Menschenfüßen, sondern auch den Pfoten Abwechslung bieten kann. Auf Höhe der zweiten Brücke biegt man links ab und folgt dem Weg bergan auf das weitläufige Bergerhofgelände gegenüber der Burg. Hier kann man entweder linker Hand nochmal die Aussicht über die Burg genießen oder auch den rechten Weg wählen. Am Ende der großen Wiese, am Pulverturm, geht es rechts haltend zurück zum Parkplatz. Hier oben kann man im Frühjahr die Waldrappe beobachten. Das sind vom Aussterben bedrohte Zugvögel aus längst vergangenen Zeiten, die hier in einem Auswilderungs-Projekt wieder angesiedelt werden.

2. Wuffis Wassergaudi zwischen Salzach und Napoleonshöhe

Für viele Hundebesitzer ist der Salzachweg der Burghauser Gassi-Klassiker. Statt wieder am Fluß zurückzugehen, führt diese Runde unterhalb der Kirche Heilig Kreuz zum Kriegerdenkmal auf der Napoleonshöhe. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Salzach und das benachbarte Österreich sowie auf die Hauptburg. Wer will, kann noch ein Shooting am riesigen Fotofenster machen.

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Mittlerweile gibt es ein neues Fotofenster, aber die Kulisse ist immer noch großartig.

Start der Tour ist wieder der Finanzamtparkplatz in Burghausen. Der Weg führt zunächst über die Hauptstraße auf den linken Gehweg Richtung Grenze, vor der ehemaligen Galerie biegen wir links in einen Fußweg ab, der am Bräugartl mit vielen Sitz- und Liegegelegenheiten entlang führt. Kurz darauf erreichen wir den Salzachweg, auf dem wir rechts weiter gehen. Gut einen Kilometer lang spazieren wir hier entlang. Sitzbänke laden zur Rast ein und am Hochufer der Salzach gibt es immer viel für die Hunde zu erschnüffeln. Das Ufer wird schließlich etwas breiter und sandiger, statt Wald befindet sich rechts eine eingezäunte Weide. Hier können die Hunde an einer Kiesbank auch ins Wasser.

 

Anschließend nehmen wir den Fußweg zur Kapelle hinauf und fogend diesem bis zum Hochweg über der Salzach. Dieser führt uns an einem Bolzplatz und einem Spielplatz vorbei (Kottütenstaion) und wir erreichen das Kriegerdenkmal der Napoleonshöhe. Hier soll Napoleon Bonaparte gestanden und den Brückenschlag über die Salzach befehligt haben. Hier hat man aber auch einen wunderbaren Blick auf die Salzach und das benachbarte Österreich sowie auf die Hauptburg.

 

Wer Lust auf einen tollen Fotostopp hat, weicht kurz von der Route ab und läuft über Treppen hinab und wieder über einen schmalen Fußweg hinauf und befindet sich nun oberhalb des Friedhofes. Auf einer Wiese steht ein riesiger Bilderahmen aus Holz (Fenster mit Burgblick), der die Hauptburg perfekt einrahmt und als Fotolocation super genutzt werden kann. Wer diesen Abstecher geht, läuft den Weg zurück und dann entlang der Hans Stiglocher Straße und einen schmalen Fußweg zurück zum Ausgangspunkt. Es ist aber auch möglich, direkt von der Kapelle über einige Treppen noch weiter dem Höhenweg zu folgen. Von hier geht’s entweder an einem einzelnen Baum links zum Ausgangspunkt zurück oder nochmal an der Salzach entlang übers Bräugartl.

3. Hunderunde um das barocke Kloster Raitenhaslach

Burghauser Historie und neuere Umweltprojekte kann man auf dieser Hunderunde entdecken. Durch die barocke Klosteranlage führt der Weg hinab zur Salzach, wo sich der Vierbeiner an Kiesbänken austoben kann. Der Rückweg mit Tiefblicken zum Fluss läuft an einem Bach, einer Blühwiese und dem Beweidungsprojekt entlang

Der Startpunkt dieser Tour ist der erste Parkplatz, den man erreicht, wenn man nach Scheuerhof auf der Klosterstraße fährt. Vom Parkplatz überquert man die Straße und folgt dem Weg hinunter zu den Fischweihern des Klosters. Durch einen Torbogen erreicht mn das Klostergelände und hält sich an einem schmiedeiseren Tor rechts der Klosterauer enlang, von wo aus man schon hinunter zur Salazch sehen kann. Am Ende des alten Klostergemäuers, in dem sich jetzt die TU München mit einem Campus befindet, biegen wir nach einem Torbogen links ab und steigen eine Gitterrostreppe (Achtung: nicht für jeden Hund machbar, alternativ kann man auch ohne Treppen hinter dem Klostergasthof über einen Fußweg zur Salazch gehen) und zwei, drei Serpentinen folgend hinab Richtung Salzach (Klostersteig).

 

Zwei Kilometer wandern wir hier am wunderschönen Uferweg der Salzach entlang. Nach dem Abzweig, der über einen Kiesweg wieder hinauf zum Kloster führen würde (oben genannte Alternative), führen zwei sandige Abstecher hinunter an eine lange Kiesbank, den sogenannten Gries, an der die Hunde nach Herzenslust ans Wasser und toben können. Später ist es aufgrund der Felsen, die das Ufer abschließen, nicht immer ratsam, die Hunde zum Wasser zu lassen, weil das Ufer auch unter Wasser ziemlich schnell steil wird.

 

An einer Pferdeweide muss man eine kleine „Nase“ der Salzach umgehen, hier, in der Unterhadermark, biegen wir rechts auf die Straße (Hundekotstation) ab und spazieren die wenig befahrene, schmale Seitenstraße bergauf. Von hier oben kann man schön die Salzachkurze betrachten und wandert ohne große Steigung weiter. Bevor es wieder steiler wird, führt nach dem letzten Haus rechts ein Weg steil über ein paar Treppen hinunter zu einem Bach. An diesem links führt der Weg zurück ins Kloster, wo der Biergarten des Klostergasthofes schon zur Einkehr ruft. Danach kann man sich entscheiden, ob der man der Straße zum Parkplatz folgt oder ein weiteres Mal durch die Klosteranlage spaziert.

4. Auf vier Pfoten über einen wilden Steig und die Burganlage

Über einen wilden Steig geht es an die Salzch und auf die längste Burg der Welt. Auch die denkmalgeschützte, wunderschöne Altstadt samt Handwerkermeile und der idyllische Wöhrsee liegen auf der Tour. In einem extra Blogartikel präsentiere ich euch eine weitere, schöne Runde in meiner Heimat Burghausen.

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