Wanderurlaub mit Hund im Maltatal: Im Tal der stürzenden Wasser

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Der höchste Wasserfall Kärntens, ein riesiger Stausee und ein eiskalter Fluß zum Baden: Das Maltatal hat alles, was wander- und wasserbegeisterte Hundebesitzer und ihre Vierbeiner lieben.

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Eine Woche frei im Juli und keine Lust, wahnsinnig weit in den Süden zu fahren, das war die Ausgangslage für unseren Urlaub im Maltatal. Im Winter hatten wir dieses Seitental Kärntens schon einmal für zwei Tage zum Eisklettern besucht und uns versprochen, im Sommer wieder vorbeizuschauen. Einfach, um die vereisten Wasserfälle auch einmal als getautes, rauschendes Spektakel zu erleben. Also entschlossen wir uns spontan dazu, unseren Campingbus zu packen und dem Bergsteigerdorf Malta einen Besuch abzustatten. 

 

Von der Autobahn A 10 ist es ein Katzensprung in das Tal, das sich werbewirksam, aber realitätsnah, das „Tal der stürzenden Wasser“ nennt. Zwei Campingplätze gibt es entlang der Hauptstraße, die sich am Fluß Malta entlang durch das etwa 12 Kilometer lange Tal zieht.

 

Der eine ist ein großer, auf Terrassen angelegter, sehr luxuriöser Platz, der andere bietet „nur“ eine Wiese, ein kleines Sanitärgebäude und ein Imbisshäuschen. Da wir in der Ferienzeit unterwegs waren, was wir sonst aufgrund der Hauptsaison gerne vermeiden, und eher ruhige, naturnahe Plätze bevorzugen, entschieden wir uns für den kleineren Platz. Der wird gerne von Urlaubern auf der Durchreise in den Süden als Übernachtungsgelegenheit genutzt, und war während unseren Aufenthaltes kaum belegt. 

 

So hatten wir den Vorteil, fast alleine auf der großzügigen Wiese zu stehen. Ideal ist der Platz für Hundebesitzer, denn die Gassi-Strecke beginnt direkt vor der Campingbustür und führt zum Beispiel am Radweg an der Malta entlang. Perfekt also, trotz der zwei kleinen Haken, die uns persönlich aber nicht sehr störten: Zum einen gilt im Gemeindegebiet absoluter Leinenzwang – was wir mit einer Flexileine gut lösen konnten. Zum zweiten gibt es direkt am Campingplatz keinen guten Zugang zum Wasser. Aber nach ein paar Schritten Fußweg können sich die Vierbeiner gut erfrischen. Wer Lust auf längere Spaziergänge hat, spaziert bis zur Brücke über die Malta und biegt dann in einen Feldweg linker Hand ein. Hier gibt es auch selten Radfahrer, so dass der Spaziergang evtl. etwas entspannter ist. 

Radausflug, baden und "Unheimliche" Begegnungen für unseren Hund

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Wir fanden die Lage perfekt und begaben uns am Tag nach der Ankunft mit dem Rad auf Erkundungstour auf dem Radweg am Fluß entlang Richtung Tal-Inneres. Da es sehr heiß war, machten wir langsam, ließen Ari immer wieder ins Wasser springen und Pause machen. Wir radelten Richtung Malta-Ort, entdeckten auf der Strecke schon ein paar versteckte Badeplätze direkt am Fluß mit dickem Flusssand als „Liegewiese“, die wir uns für den nächsten Tag vormerkten. 

 

Im Ort angekommen versorgten wir uns mit den vielzähligen Prospekten, die es im Tourismusamt gibt, und die (wie in allen Bergsteigerdörfern) sehr gute Auskunft über die Wander- oder auch andere Sportmöglichkeiten geben. Dort bekamen wir auch die Auskunft, dass es an der Malta einen großen Picknick- und Badeplatz gäbe, an dem der Hund kein Problem sei. Dorthin radelten wir weiter, um den ganzen Nachmittag gemütlich im Schatten und badend zu verbringen. Bei der Ankunft am Picknickplatz wunderten wir uns schon über die Pferdeäpfel, die vereinzelt herumlagen, und dass nicht nur der gesamte Platz, sondern auch der Parkplatz mit einem Holzzaun abgesperrt ist. 

 

Später erfuhren wir, warum: Eine sehr neugierige Gruppe Kaltblüter mit zwei Fohlen näherte sich uns. Ari ist ja Pferde gewöhnt, als sich die schweren Rösser aber allzu nah heran wagten, war ihm dies Aufdringlichkeit nicht mehr ganz geheuer. Alles in allem gab es aber weder mit unserem Hund noch mit den anderen, die sich auf dem Gelände großzügig verteilen konnten, ein Problem. Allerdings muss man gut auf seine Brotzeit aufpassen, die Pferde haben wohl schon gelernt, dass Touristen immer etwas zu Essen dabei haben, unbeobachtete Rucksäcke schnell aufgebissen sind und so manche Pferdeleckerei bieten :-) 

 

Auf dem Gelände gibt es auch mehrere fest angelegte, mit großen Flusssteinen umrandete Feuerstellen. So brutzelten wir bei Sonnenuntergang Würstchen und Stockbrot über dem Feuer, rund um uns das Bergpanorama und eine Ruhe … herrlich!

Wunderschöne Wanderungen zu Wasser-Spielplätzen

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Auf dem Panoramawegder Fallbachumrundung.
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Imposant: Der Fallbach, Kärntens höchster Wasserfall.

Am nächsten Tag stand eine Wanderung zum Fallbach, dem größten Wasserfall Kärntens, auf dem Programm. Wir fuhren bis zum ausgeschilderten Wanderparkplatz, ich schnappte mir Ari und wanderte die sogenannte Fallbachumrundung, die in der Broschüre „Wandern im Maltatal“ gut beschrieben ist. Sven, mein Lebensgefährte, hatte sich den Klettersteig, der direkt am Fallbach entlang führt, vorgenommen. Unser Plan war, uns auf der sogenannten Fallbach-Felskanzel, wo Wanderweg und Klettersteig für einen Ausblick aufeinandertreffen, wiederzusehen und später oben am Ausstieg des Klettersteiges gemeinsam weiter zu wandern. 

 

Der Plan klappte vorzüglich, ich war mit Ari viel schneller an der Kanzel und konnte die grandiose Aussicht in das Tal, auf den imposanten Fallbach und bis hin in die Hohen Tauern genießen. Sven genoß den zu Recht als schwer eingestuften Klettersteig, den Anfänger unbedingt meiden sollten. Ari war schon etwas verwundert, als er plötzlich Svens Geruch in die Nase bekam, ihn aber unter uns an der Felswand zunächst nicht entdecken konnte. Direkt unter der Kanzel führt eine Seilbrücke vorbei, und unser Vierbeiner und ich konnten Sven beim Klettern gut zuschauen. 

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Blick vom Klettersteig auf die Aufsichtsplattform am Fallbach.
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An den Gößfällen.

Wir stiegen dann über den gut ausgeschilderten Wanderweg weiter bergauf, der ein kurzes, ausgesetztes Stück als „Schikane“ bereit hält, aber für jeden bergerfahrenen Hund locker machbar sein sollte. Schließlich trafen wir uns mit Sven am Ausstieg, an einem wunderschönen Plätzchen oberhalb des Wasserfalls, und wanderten gemeinsam weiter durch einen Birkenwald über eine urige Almhütte bis zum Perschitz-Viehtrieb-Steig, der uns unterhalb des Fallbaches über eine Almweide (ohne Rinder) zurück zum Ausgangspunkt führte. 

 

Weitere, empfehlenswerte Wanderungen sind der Wassergedankenweg an den Gößfällen, der sich direkt an der sogenannten Wasserarena, die auch zum Canyoning genutzt wird, entlang zieht, und über eine Hängebrücke zu ungewöhnlichen Wasserkaskaden führt. Dort gibt es wunderschöne, vom feuchten Nass ganz glatt geschliffene Platten, auf denen man die Sonne genießen kann. 

Faulenzen, Baden, Wandern: dann treibt uns die Hitze höher ...

Unsere Urlaubstage bestanden aus Faulenzen an der Malta und Wandern, schließlich wurden noch heißere Temperaturen angesagt und wir entschlossen uns, etwas höher auf die Malta-Hochalmstraße (mautpflichtig) zu fahren um oben am Stausee noch ein paar Tage bei kühleren Temperaturen zu verbringen. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Birgit Jaklitsch (Mittwoch, 08 März 2017 10:48)

    Also, Teil 1 war schon einmal sehr interessant. Schöne Fotos, die Lust aufs Wandern machen und meine Sehnsucht nach sommerlichen Temperaturen noch ein wenig gesteigert haben.
    :) Liebe Grüße aus Hamburg, Birgit und Finley

  • #2

    Marlies J. (Donnerstag, 25 Mai 2017 20:26)

    Wir waren 2013 im Maltatal, am Malta-Stausee ... es ist einfach eine ganz tolle Ecke, wo man sehr schön wandern kann.